Zur Rolle der subglazialen Topographie bei der regionalen Geoidbestimmung in Antarktika

 

Jan M�ller, M. Scheinert, R. Dietrich, IPG TU Dresden

 

 

Die gegenw�rtigen Satellitenmissionen bringen eine enorme Genauigkeitssteigerung bei der globalen Geoidbestimmung sowie bei der Erfassung zeitlicher �nderungen des Schwerefeldes (CHAMP, GRACE) mit sich. Dar�berhinaus soll die GOCE-Mission eine homogene, geschlossene L�sung im hochaufl�senden Bereich erm�glichen. Trotzdem bleiben weiterhin Probleme bestehen, u.a. werden Wellenl�ngen k�rzer als ca. 100km nicht aufgel�st . Um die Aufl�sung zu erh�hen und insbesondere in Gebieten mit ungen�gender Datenbedeckung das Geoid zu verbessern, werden regionale Geoidbestimmungen durchgef�hrt. Eine anerkannte und allgemein benutze Methodik zur regionalen Geoidbestimmung bildet die Remove Restore Technik (RRT) - die Aufteilung des zu analysierenden Feldes in 3 Wellenl�ngenbereiche. Dabei wird der kurzwellige Anteil durch die Gravitationswirkung der Topographie repr�sentiert und soll hier f�r die Antarktis n�her untersucht werden. Der mittlere Wellenl�ngenbereich (der langwellige Anteil kommt aus globalen Schwerefeldmodellen) kann mit Hilfe der Aerogravimetrie abgedeckt werden. Als Datenbasis f�r die Untersuchung der subglazialen Topographie in Antarktika werden zun�chst ausschliesslich H�hen des BEDMAP-Konsortiums verwendet. Diese liegen mit einer Aufl�sung von 5km f�r das gesamte Gebiet s�dlich 60�S vor. Zu Beginn soll die spektrale Charakteristik dieser Topographiedaten untersucht und bewertet werden. Anschliessend erfolgt durch direkte Vorw�rtsrechnung �ber Integralformeln die Bestimmung der aus der Felsuntergrundtopographie resultierenden Schweresignale. Die anhand der vorgegebenen Topographie erreichbare spektrale Aufl�sung des kurzwelligen Schwerefeldanteils soll mit der erreichbaren Aufl�sung von GOCE verglichen werden. Daraus abgeleitet werden k�nnen Aussagen �ber die Grenzwellenl�ngen bei der Remove Restore Technik, damit eine �berschneidung mit Schwereanteilen aus globalen Schwerefeldmodellen (EGM96, EIGEN, GOCE-Modelle) vermieden wird. Ausserdem soll der aus den BEDMAP-Daten errechnete kurzwellige Geoidanteil hinsichtlich der erreichbaren Genauigkeit bei der Geoidbestimmung (derzeitiges Ziel: 1cm) bewertet werden. Dabei ist insbesondere die Frage interessant, ob die Genauigkeit und r�umliche Aufl�sung der BEDMAP-Daten f�r die angestrebte Genauigkeit der regionalen Geoidbestimmung ausreichend ist oder ob die Subglazialtopographie noch deutlich h�her aufgel�st werden muss.